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Arbeit

Und schon ists vorbei mit dem schoenen Leben. Als die Kinder weg waren, da habe ich meine Zeit meistens dazu genutzt, mich ueber verschiedene Studiengaenge schlau zu machen. Das habe ich seit dieser Woche aber sein gelassen, weil die Kinder wieder da sind.

Daaas bedeutet fuer mich: Um 7 Uhr morgens aufstehen (eigentlich sollte es wohl frueher sein, aber Stueck fuer Stueck an das Optimum herankaempfen!), duschen. So weit, so gut. Dann Kinder runterschicken, fruehstuecken. Mit dem einen Maedchen gings bisher jeden morgen um 8 zur Schule. Zurueckgekommen, die anderen, aelteren Kinder (ab 6 Jahren) nach oben schicken und zurechtweisen, was sie zu machen haben. Zimmer aufraeumen, Schrank aufraeumen, fegen, wischen. Waesche waschen und den Flur fegen und wischen. Und weil das allein nicht gerecht zu geht, muss man dann eben immer die ganze Zeit bei allen Kindern gleichzeitig sein, um anzusagen.

Um 10 gehe ich die Kinder aus der Cuna (Kindertagesstaette) abholen und gehe mit denen in den Kindergarten. Da kommen dann auch noch andere Kinder dazu, die meisten aus den umliegenden Haeuser. Die sind dann meistens 4 und 5 Jahre alt, manchmal 3. Dann wird ein bisschen gesungen, ein paar Fragen gestellt, sodass sie alle schoen zusammen antworten und schreien koennen, Pause gemacht, Lunch(era) gegessen, Spiele gespielt (wobei sie kaum was begreifen) und manchmal auch ein bisschen was gelernt. Bis 12 Uhr.

Dann bleibe ich noch meistens bis halb 1 dort, gehe dann ins Haus in mein Zimmer. Um ungefaehr halb 2 esse ich etwas, lege mich ne halbe Stunde ungefaehr schlafen Diese zwei Stunden sind dann freie Zeit, wobei das noch lange nicht nervenfrei heisst, weil die Kinder in der Zeit unten spielen und es verdammt hellhoerig ist. Verdammt ist gar kein Ausdrueck dafuer. Wenn Marie oben ist und etwas runterruft verstehe ich sie nicht, weil es zu sehr hallt.

Soo.. Um 20 vor 3 ungefaehr gehe ich wieder rueber in den Kindergarten, diesmal kommen Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. Vormittags sinds ungefaehr 15 Kinder, nachmittags eher 25. Da mach ich dann Unterricht, meistens Mathe. Das ist am einfachsten, weil die Kinder dann ruhig sind. Lieber haette ichs, wenn man sich unterhaelt, aber das ist ziemlich schwierig zu gestalten. Heute haben wir ein bisschen Englisch gemacht und zu morgen sollen sie sich ueberleben, was das "Leben" ist. Damit die mal ein bisschen denken ueben. Weil denken kommt im normalen Unterricht hier ziemlich kurz. Huebsch abschreiben koennen sie. Und die andere Hausaufgabe ist, leere Plastikflaschen mitzubringen. Weil Februar Karneval ist, wird man hier auf den Strassen nass gemacht und jedes Mal werden sie nass, wenn sie kommen. Die Meisten kommen aus der gleichen Gegend. Dann werden wir morgen einen strategischen, ausgekluegelten Plan entwickeln, damit die Maedchen (es sind ungefaehr nur 3-5 Jungs) gemeinsam auf dem Rueckweg zurueckschlagen koennen (gegen die Jugendlichen) Soweit ist zumindest mein Plan!

Danach raeume ich dann mit den Kindern aus dem Haus noch auf, fegen und so, um mit denen dann gegen halb 6 ins Haus zu gehen. Normalerweise bin ich dann mit ihnen unten, damit es nicht zu viel Raddau (schreibt man das so?) gibt. Diesmal hatte ich aber sogar ein bisschen Lust, in den Blog zu schreiben. Gleich gibts dann Abendbrot, da gehe ich dann auf jeden Fall wieder helfen unten. Der Frau, die hier ist. Nach dem Abendbrot muessen sie dann unten aufraeumen, hochgehen, nacheinander ins Bad, Zaehne putzen und Fuesse waschen (dringend notwendig ) und in die Zimmer schlafen gehen. Klingt so leicht, ist aber ziemlich anstrengend, weil recht viele Kinder. Gestern waren es 16 Kinder, nachts schlafen dann glaube ich ungefaehr 12 oder 13 hier. Sie sind alle zwischen 2 und 12 Jahren alt.. Und wenn dann abends um halb 9 / 9 endlich Ruhe ist, dann habe ich fertig. Sind von 7 Uhr bis 9 Uhr abends minus 2 Stunden halbe Mittagsruhe 12 Stunden Arbeit am Tag =/ aaaber das finde ich nur halb so schlimm, weil ich mir dann erstens doch recht sinnvoll hier vorkomme, also meine Arbeit als sinnvoll empfinde, ich zweitens dann guten Gewissens mir mehr Urlaub zum Reisen nehmen kann und drittens ist es in 2 Wochen auch nicht mehr ganz so stressig mit bestimmt ein bisschen mehr Auszeiten, weil Marie dann wieder dabei ist.

Ja, soweit so gut, mal sehen, ob ich nun noch ein paar Fotos zeitlich rausgesucht und hochgeladen bekomme.

Mir gehts sonst auch nach wie vor gut hier, fuehle mich ganz wohl. Wooobei ich inzwischen Deutschland mit allem drum und dran ein weeenig mehr vermisse als seit anfang an. Sich in guter Gesellschaft mal entspannen und auslassen, ein wenig Fahrrad fahren oder Sport machen, leckere Pizza oder Essen von Mama essen, Freundin und Freunde da haben, das waere dann ja auch nicht schlecht. Und Appropos Sport machen: Vorm Wochenende war ich die Zeit davor trotz der boesen Hunde morgens um 6 joggen gegangen. Das will ich jetzt morgen oder die naechsten Tage fortfuehren..

Also dann bis demnaechst, Martin

4.2.10 00:28
 


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